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Ultraschalluntersuchung

Letzte Aktualisierung: 02/02/24

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Die Ultraschalluntersuchung (Ultraschall) ist ein sicheres bildgebendes Verfahren, bei dem Ultraschallwellen eingesetzt werden, um ein bewegtes Bild des Körperinneren zu erhalten, und wird auch als Sonographie bezeichnet. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft und kann auch von Schwangeren genutzt werden, um das Wachstum und die Entwicklung des Fötus zu überwachen.

Wie funktioniert eine Ultraschalluntersuchung?

Bei der Ultraschalluntersuchung werden sehr hochfrequente Schallwellen (Ultraschall) verwendet, um Bilder von den inneren Organen des Patienten zu erstellen. Die Schallwellen werden mit Hilfe eines Schallkopfes durch die Haut und andere Gewebe übertragen und dann von den inneren Organen zurück zum Schallkopf reflektiert. Diese reflektierten Signale werden dann von einem Computer verarbeitet, um Bilder von den inneren Organen zu erstellen. Die Ultraschalluntersuchung ist nicht invasiv und kann zur Diagnose verschiedener Erkrankungen eingesetzt werden, z. B. bei Problemen mit Leber, Gallenblase, Nieren, Herz und anderen Organen.

Ultraschalluntersuchung

Häufige Ultraschall-Verfahren

In der medizinischen Praxis werden Ultraschalluntersuchungen zur Diagnose und zur Festlegung einer geeigneten Behandlung eingesetzt. Je nachdem, auf welche Bereiche des Körpers sie sich konzentrieren, können Ultraschalluntersuchungen sein:

  • Abdominaler Ultraschall – zur Untersuchung von Organen im Bauchraum, wie Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Nieren
  • Beckenultraschall – zur Untersuchung von Organen im Beckenbereich, wie Eierstöcke, Gebärmutter und Prostata
  • Schilddrüsen-Ultraschall – zur Untersuchung der Schilddrüse
  • Brust-Ultraschall – zur Untersuchung des Brustgewebes auf mögliche Tumore oder andere Probleme
  • Ultraschalluntersuchungen des Fötus – werden während der Schwangerschaft durchgeführt, um die Entwicklung des Fötus zu überwachen
  • Herzultraschall – zur Untersuchung des Herzens und zur Beurteilung seiner Funktion
  • Gefäß-Ultraschall – Untersuchung der Blutgefäße zur Beurteilung der Blutzirkulation

Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft

Die Ultraschalluntersuchung ist in der Schwangerschaft vielseitig einsetzbar, z. B. zur Bestimmung des Schwangerschaftsalters, zur Überwachung des Schwangerschaftsverlaufs und zur Erkennung von Komplikationen. Der Plan für die Ultraschalluntersuchung kann je nach dem allgemeinen Gesundheitszustand von Mutter und Fötus und anderen individuellen Faktoren variieren. Obwohl eine schwangere Frau möglicherweise mehrere Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft benötigt, werden die folgenden drei Untersuchungen im Allgemeinen empfohlen:

Der erste Ultraschall wird im ersten Schwangerschaftsdrittel zwischen der 11. und 13. Woche der Amenorrhoe durchgeführt, um den Beginn der Schwangerschaft anhand einer genauen Messung der Größe des Fötus von der Schädeldecke bis zur unteren Gesäßbacke zu bestimmen. Der Arzt, der diesen Ultraschall durchführt, kann auch mögliche Komplikationen wie eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft feststellen.

Ultraschalluntersuchung

Mit diesem ersten Ultraschall können zwar die fetalen Organellen untersucht und die Fruchtwassermenge kontrolliert werden, aber erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel, etwa in der 22. Woche, lässt sich mit dem zweiten Ultraschall genau feststellen, ob eine morphologische Anomalie vorliegt. Diese Ultraschalluntersuchung im 5. Schwangerschaftsmonat gibt dem Arzt unter anderem Aufschluss über das Wachstum des Babys – einschließlich Kopfumfang, Bauchumfang und Oberschenkellänge – sowie über die Lage der Plazenta und des Fruchtwassers.

Die dritte Ultraschalluntersuchung wird in der Regel um die 32. Schwangerschaftswoche (Ende des siebten Monats, Anfang des achten Monats) durchgeführt.  Mit Hilfe dieses Ultraschalls kann der Arzt unter anderem die Lage der Plazenta, das Vorhandensein von Fehlbildungen sowie die Arterien, Venen und Harnleiter untersuchen.

Ultraschalluntersuchung am Herzen

Mit dem Herzultraschall oder der Echokardiographie kann der Arzt die Herzklappen und -kammern (Vorhöfe und Kammern) untersuchen und sich einen Überblick über den Tonus des Herzmuskels verschaffen. Es wird verschrieben, wenn der Arzt eine Anomalie des Herzens vermutet, insbesondere in den folgenden Situationen:

  • um den kardialen Ursprung der Symptome zu bestätigen – z. B. Atembeschwerden, Brustschmerzen oder Unwohlsein
  • zur Beurteilung der Auswirkungen einer Erkrankung – z. B. Bluthochdruck oder pulmonale Hypertonie – oder der Auswirkungen bestimmter Medikamente auf das Herz
  • bei der Diagnose eines Herzfehlers oder einer Erkrankung des Herzmuskels (Kardiomyopathie)
  • zur Diagnose der Herzinsuffizienz
  • zur Diagnose oder Beurteilung einer Herzklappenanomalie (Klappenerkrankung)
  • wenn der Arzt das Vorhandensein eines Gerinnsels bestätigen will
  • wenn es notwendig ist, das Fortschreiten und/oder den Schweregrad einer bereits diagnostizierten Herzerkrankung zu überwachen
  • zur Untersuchung des Herzbeutels oder der thorakalen Aorta
Ultraschalluntersuchung

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens erfordert keine vorherige Vorbereitung des Patienten und dauert zwischen 10 und 30 Minuten. In Situationen, in denen der Ultraschall Anomalien anzeigt, wird der Arzt zusätzliche Untersuchungen (MRT, CT, Elektrokardiogramm usw.) anordnen, um eine genauere Beurteilung des Herzens vorzunehmen. Je nach Situation werden Medikamente oder eine Operation verschrieben und eine entsprechende Überwachung durchgeführt.

Wann ist eine Ultraschalluntersuchung notwendig?

Die Ultraschalluntersuchung wird von Ärzten verschiedener Fachrichtungen empfohlen. Grundsätzlich gibt es keine feste Regel dafür, wann eine allgemeine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden sollte. Dies kann der behandelnde Arzt je nach den Symptomen und der Krankengeschichte des Patienten entscheiden. Eine allgemeine Ultraschalluntersuchung kann beispielsweise empfohlen werden, um die Funktion der inneren Organe zu beurteilen, bestimmte Erkrankungen zu erkennen oder die Entwicklung bestehender Gesundheitsprobleme zu überwachen.

Mit Ultraschall kann eine Vielzahl von Krankheiten diagnostiziert werden, darunter gynäkologische Probleme, Lebererkrankungen, bestimmte Krebsarten und Probleme mit dem Nierensystem. Es kann auch dazu verwendet werden, den Verlauf der Schwangerschaft zu verfolgen. Die Ultraschallergebnisse können vom Arzt verwendet werden, um gesundheitliche Probleme zu diagnostizieren und einen geeigneten Behandlungsplan aufzustellen.

Ultraschalluntersuchung – was muss ich vorher beachten?

Es wird empfohlen, den Patienten vor einer Ultraschalluntersuchung über Folgendes zu informieren:

  • in einem Gespräch mit dem Arzt kann sich der Patient über den Zweck der Untersuchung und die Ziele des Ultraschalls informieren
  • der Patient sollte den Arzt über alle Medikamente, die er einnimmt, und/oder über alle Allergien oder Krankheiten, die er hat, informieren
  • Der Patient sollte den Arzt über alle Symptome oder Probleme informieren, die er hat, damit der Arzt die Untersuchung auf diese speziellen Bereiche konzentrieren kann.
  • Auf Anraten des Arztes kann es erforderlich sein, dass der Patient vor der Untersuchung die Blase entleert oder auf feste Nahrung oder Flüssigkeit verzichtet.
  • die Kleidung, die während der Ultraschalluntersuchung getragen wird, sollte bequem und locker sitzen, da der Schallkopf direkt auf die Haut aufgesetzt werden kann

Es ist wichtig, dass der Patient diese Empfehlungen beachtet, damit die Ultraschalluntersuchung so effektiv wie möglich ist und die Ergebnisse so genau wie möglich sind.

Ultraschall – wie läuft die Untersuchung ab?

Die Ultraschalluntersuchung wird mit einem speziellen Gerät, dem Ultraschallgerät, durchgeführt, das Schallwellen aussendet und deren Echos von den inneren Strukturen des Körpers empfängt. Dieses Echo wird dann in ein Bild auf dem Bildschirm umgewandelt. Je nach dem zu untersuchenden Bereich und der Art der Ultraschalluntersuchung kann die Ultraschalluntersuchung zwischen 15 und 30 Minuten in Anspruch nehmen.

In der Regel muss der Patient auf dem Rücken auf einem Untersuchungstisch liegen. Der Arzt trägt ein spezielles Gel auf die zu untersuchende Stelle direkt auf die Haut des Patienten auf und platziert den Ultraschallwandler auf der zu untersuchenden Stelle.

Gibt es Nebenwirkungen bei einem Ultraschall?

Die Ultraschalluntersuchung hat keine nennenswerten unerwünschten Nebenwirkungen und gilt als sichere und nicht-invasive Diagnosemethode. Es gibt jedoch Fälle, in denen der Patient ein leichtes Unbehagen oder eine Reizung der Haut verspürt, aber diese Empfindungen können durch das verwendete Gel oder vielleicht durch den leichten Druck, der während der Untersuchung auf die Haut ausgeübt wird, verursacht werden. Dies sind vorübergehende Auswirkungen, die keine langfristigen Spuren hinterlassen.