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MRT Thorax

Letzte Aktualisierung: 02/02/24

MRT Thorax

MRT Thorax ist eine entscheidende Untersuchungsmethode, die bei unklaren Thoraxschmerzen eingesetzt wird. Sie gehört zur Magnetresonanztomographie (MRT) und ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung des gesamten Körpers.

Als nicht-invasive Methode ist sie gewebeschonend und erfordert keinen direkten Körperkontakt mit dem Patienten. In unserem Artikel erfahren Sie mehr über den Ablauf dieser Untersuchung und welche Erkrankungen des Brustbereichs damit diagnostiziert werden können.

MRT Thorax: Ein Einblick in die Magnetresonanztomographie des Brustbereichs

Ein MR-Tomograph, der für die MRT Thorax verwendet wird, besteht aus einem riesigen Magneten und einem Hochfrequenzsystem – ganz ähnlich wie bei einem Radiosender. Die MRT Thorax nutzt die Ausrichtung der Atomkerne des Körpers in einem starken Magnetfeld, was die Grundlage des bei der MRT Thorax aufgenommenen Bildes bildet. Das Hochfrequenzsystem ändert die Ausrichtung dieser Atomkerne, und bei diesem Vorgang werden Signale ausgesendet, welche dann gemessen und in Bilder umgewandelt werden.

Bei der MRT Thorax werden viele solcher Bilder von verschiedenen Schichten des Brustbereichs erstellt und zu einem 3-dimensionalen Bild zusammengesetzt. Für die Patienten sind das Magnetfeld und das Hochfrequenzsystem bei der MRT Thorax vollkommen ungefährlich und schmerzlos. Vor der Durchführung einer MRT Thorax werden häufig Kontrastmittel in die Armvene verabreicht, um eine noch bessere Unterscheidung zwischen verschiedenen Geweben zu ermöglichen.

Anordnung einer MRT Untersuchung des Thorax

Auf einer MRT-Aufnahme des Thorax können rund 70 unterschiedliche Organe, Weichteile und knöcherne Strukturen medizinisch beurteilt werden. Deshalb wird eine MRT für die Diagnose verschiedenster Erkrankungen verordnet: von Gefäßerkrankungen über kleinste Knochenfrakturen bis hin zu Krebserkrankungen.

Ablauf einer MRT Thorax-Untersuchung

Vorbereitung auf die MRT Thorax

Wer unter einer bekannten Einschränkung der Nierenfunktion leidet, sollte sich frühestens eine Woche vor dem MRT-Termin den sogenannten Kreatinin-Wert bestimmen lassen. Dieser Wert kann z.B. vom Hausarzt bestimmt und bezüglich der Nierenfunktion interpretiert werden. Der Nierenwert ist für eine MRT von immenser Bedeutung, da das genutzte Kontrastmittel hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird.

Bevor die MRT beginnt, muss das medizinische Personal über mögliche metallenthaltende Komponenten im Körper aufgeklärt werden. Dazu gehören u.a.:

  • Herzschrittmacher
  • Insulinpumpen
  • Zahnimplantate
  • Prothesen
  • Kupferne Verhütungsspiralen
  • Permanentes Make-Up

Auch eine Schwangerschaft sollte erwähnt werden. Wer an Platzangst leidet, sollte das medizinische Personal vorab informieren: Hier besteht die Möglichkeit, eines Beruhigungsmittels, das die Untersuchung angenehmer machen kann.

Unmittelbar bevor der Untersuchungsraum betreten wird, müssen alle metallischen oder magnetischen Gegenstände abgelegt werden. Der Grund: Metalle und Magneten können im Magnetfeld zu Verletzungen führen oder Störungen im Bild hervorrufen. Dazu zählen insbesondere:

  • Brillen
  • Armbanduhren
  • Haarspangen
  • Gürtel
  • Knöpfe
  • Piercings

Schon gewusst? Einige Kosmetikprodukte enthalten metallische Partikel. Wer sich einer MRT unterzieht, sollte deshalb ungeschminkt zum Termin erscheinen.

Während der MRT Thorax

Eine MRT des Brustkorbs dauert ca. 20 Minuten. Während dieser Zeit gilt: möglichst ruhig liegen, um die Bildaufnahme nicht zu stören! Die Position des zu Untersuchenden im MR-Tomographen ist stets von dem Ziel der MRT-Aufnahme abhängig.

MRT Thorax

Wenn eine Aufnahme des knöchernen Thorax oder des Schulterblatts gewünscht ist, empfiehlt es sich rücklings zu liegen. Bei einer Aufnahme des Brustbeines hingegen bäuchlings. In jedem Falle wird der Oberkörper mit einer sogenannten Spule fixiert, um eine stille Körperhaltung bzw. ungestörte Bildaufnahmen zu gewährleisten.

Die an- und abschaltenden Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Menschen als unangenehm empfinden können. Doch auch hier hat das medizinische Personal ein Ass im Ärmel: spezielle Ohrstöpsel können die lärmenden Geräusche abschwächen. Außerdem können einige MR-Tomographen Musik abspielen, um das Prozedere noch angenehmer zu gestalten.

Sollte sich dennoch ein ungeplanter Zwischenfall ereignen, können Betroffene über eine Notfallklingel bemerkbar machen und über die Gegensprechanlage Kontakt zum medizinischen Personal aufnehmen. Dieses überwacht die gesamte Untersuchung von Anfang bis Ende.

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Was kann ein MRT Thorax feststellen?

Auf einer MRT-Aufnahme können verschiedenste Erkrankungen unterschiedlicher Organe und Gewebe erkannt werden, unter anderem:

  • Okkulte Frakturen, d.h. kleinste Frakturen, die auf einer Röntgenaufnahme nicht sichtbar sind
  • Entzündungen
  • Tumore
  • Degenerative Veränderungen der Brustwirbelsäule z.B. Arthrose
  • Lungenembolien
  • Vergrößerte Lymphknoten
  • Gefäßanomalien
  • Erkrankungen und gutartige Veränderungen des Spinalkanals sowie des Rückenmarks