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Herz CT: Ablauf, Nebenwirkungen und Kosten

Technikwunder: Seit 1972 verfügt die Medizin über ein Röntgenverfahren, mit welchem nicht nur grobe Strukturen und Knochen sichtbar werden, sondern auch detaillierte Aufnahmen von Weichteilgeweben möglich sind. Die Rede ist von der sogenannten Computertomographie – kurz auch CT genannt.

Doch was steckt hinter dem Verfahren? Ist die Untersuchung schmerzfrei? Und gibt es alternative Methoden? Wir haben die Antworten für Sie!

Die Herz CT im Detail

Eine Herz CT ist eine nicht-invasive Röntgenmethode, mit welchem u.a. die Herzkranzgefäße, auch Koronararterien genannt, untersucht werden können–ursprünglich in 2D, mittlerweile dank besseren Technikstandards sogar in 3D-Darstellungen.

Hierbei fokussiert sich die Untersuchung auf drei Parameter, die dem behandelnden Arzt bei der Einschätzung von Herzerkrankungen, wie dem Herzinfarkt, helfen können:

  • Die Kalkmenge in den Herzkranzgefäßen
  • Mögliche Verengungen der Herzkranzgefäße
  • Die Herzfunktion

Nebenwirkungen einer Herz CT Untersuchung

Das Wichtigste zuerst: eine Herz CT ist nicht schmerzhaft! Da der CT-Apparat lediglich eine nicht-invasive Bildaufnahme des Herzens macht, bleiben Schmerzen gänzlich aus.

Dennoch ist eine Herz CT-Untersuchung nicht unbedingt ungefährlich: Hochdosierte Röntgenstrahlen können grundsätzlich Strahlenschäden in Form von Hautrötungen und Verbrennungen entstehen.

Auch die Induktion von Tumoren, d.h. die Entstehung von Krebs, ist durch massive Röntgenbehandlungen möglich. Jedoch sind die Strahlendosen bei einer CT in der Regel sehr gering, wodurch Strahlenschäden extrem selten sind.

Ein weiterer, jedoch seltener Risikofaktor ist das jodhaltige Kontrastmittel, welches allergische Reaktionen bei Patienten auslösen kann. Ähnlich verhält es sich mit Medikamenten, die gezielt bei der Herz CT verabreicht werden. Insbesondere Betablocker können Nebenwirkungen verursachen.

Die Kosten einer Herz CT Untersuchung

Hier haben wir keine guten Nachrichten für Sie: Die Kosten für eine Herz Computertomographie werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Allerdings kann die Untersuchungsmethode zu einem Sondertarif im Zuge der Individuellen Gesundheits-Leitung (IGeL) angeboten werden.

Gut zu wissen: Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gibt die Veranschlagungskosten für eine Herz CT vor, d. h. mit mehr als 400 € müssen gesetzlich Versicherte nicht rechnen.

Alternativmethoden zu einer Herz CT Untersuchung

Derzeit sind der Medizin zwei weitere Methoden bekannt, um die Herzkranzgefäße zu untersuchen:

Der Herzkatheter

Hierbei wird ein Katheter, d.h. ein starres oder flexibles Instrument zur Diagnose, über ein Blutgefäß am Handgelenk oder der Leiste bis zum Herz geführt. Im Gegensatz zur Herz CT ist die Methode somit invasiv –jedoch nur in einer minimalen Ausprägung.

Der Vorteil: Mit dem Herzkatheter kann während der diagnostischen Untersuchung zeitgleich therapeutisch vorgegangen werden. Das bedeutet, dass während der Untersuchung bereits Medikamente direkt ins Herz verabreicht werden können.

Die Herz-Magnetresonanztomographie (MRT)

Hoher Aussagewert: Von allen Methoden zur Darstellung der Herzfunktion gilt die MRT als genaueste Option. Der Unterschied zum Herz-CT ist, dass statt Röntgenstrahlen starke und konstante Magnetfelder und Radiowellen zur Erkennung von Auffälligkeiten genutzt werden.

Insbesondere bei der anatomischen Darstellung von Herzinnenräumen, Fehlbildungen und Herzinfarkten eignet sich die Herz-Magnetresonanztomographie hervorragend. Bei der Darstellung der Herzkranzgefäße gilt die MRT jedoch nicht als Untersuchungsmethode erster Wahl, da die Herz-CT detaillierte Ergebnisse erzielen kann.

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