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Mrt Abdomen

Sciene-Fiction oder Wirklichkeit? Unserer modernen Medizin stehen großartige Mittel zur Verfügung, um den Körper von Kopf bis Fuß untersuchen zu können. Eine dieser Methoden ist die sogenannte MRT – und ermöglicht uns einen genauen Blick in den menschlichen Körper.

Doch wie funktioniert die MRT Abdomen? Ist das Verfahren schmerzhaft? Und worauf müssen Patienten achten? Wir haben das Thema beleuchtet!

Die Magnetresonanztomographie (MRT)

Eine Magnetresonanztomographie (MRT oder auch Kernspintomographie genannt) ist ein nicht-invasives Bildgebungsverfahren, welches die Darstellung des gesamten Körpers in 3D ermöglicht. Eine MRT kann sowohl weiche Gewebe wie das Gehirn, die Leber oder die Niere darstellen, aber auch härtere Gewebe wie die Bandscheiben oder Muskeln. Sogar Stoffwechselvorgänge können mit speziellen MRT-Untersuchungen verfolgt werden.

Ein MR-Tomograph besteht aus einem riesigen Magneten und einem Hochfrequenzsystem – ähnlich wie bei einem Radiosender. Grundlage des bei der MRT aufgenommenen Bildes ist die Ausrichtung der Atomkerne des Körpers in einem starken Magnetfeld. Das Hochfrequenzsystem kann die Ausrichtung dieser Atomkerne ändern. Diese Signale kann der Tomograph messen und in Bilder umrechnen.

Während einer MRT werden sehr viele dieser Bilder von verschiedenen Schichten des Körpers erstellt, wodurch am Ende diese Einzelbilder zu einem 3-dimensionalen Bild zusammengesetzt werden können. Für den Patienten ist dieser Vorgang vollkommen ungefährlich und schmerzlos.

Was kann man auf einer MRT des Abdomens sehen?

Auf einer MRT-Aufnahme sind viele Organe im Bauchraum sichtbar, u.a. die Leber, die Gallengängen, die Bauchspeicheldrüse, die Nieren und Nebennieren mit Harnleiter und die Milz. Auch das Becken mit z.B. dem Uterus wird bei einer abdominalen MRT erfasst.

Durch die detailreichen 3-dimensionalen Abbildungen können Veränderungen der Organe festgestellt werden, die auf bestimmte Krankheiten schließen lassen – so können beispielsweise Entzündungen oder Tumore im Bauchraum festgestellt werden.

Sogar die Unterscheidung zwischen gutartigen oder bösartigen Tumoren kann oft getroffen werden, was dem Patienten eine Biopsie erspart.

Neben der gezielten Untersuchung eines Organs werden MRTs auch verordnet, wenn die Ursache für Schmerzen im abdominalen Bereich unklar ist.

Vorbereitung auf eine MRT Untersuchung des Abdomens

Vor einer MRT muss der Kreatinin-Wert bestimmt werden – darum kümmert sich in der Regel der Hausarzt. Dieser Wert gibt Rückschlüsse über die Nierenfunktion und sollte nicht älter als eine Woche sein, da das für die MRT genutzte Kontrastmittel hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird.

Im Falle einer MRT der Gallenwege oder des Dünndarms müssen Patienten zudem nüchtern sein, damit etwaige Nahrungsreste nicht das Bild verfälschen.

Kurz vor einer MRT klärt medizinisches Personal über mögliche metallenthaltende Komponenten im Körper der zu Untersuchenden auf. Hierzu zählen u.a.:

  • Herzschrittmacher
  • Insulinpumpen
  • Zahnimplantate
  • Prothesen
  • Kupferne Verhütungsspiralen
  • Permanentes Make-up

Auch eine Schwangerschaft sollte erwähnt werden. Patienten mit Platzangst, informieren bestenfalls vorab den behandelnden Arzt. Jederzeit besteht die Möglichkeit ein Beruhigungsmittel zu verabreichen, um die Untersuchung für Betroffene angenehmer zu machen.

Unmittelbar vor der Untersuchung, müssen alle metallischen oder magnetischen Gegenstände abgelegt werden, da diese im Magnetfeld zu Verletzungen oder Störungen im Bild führen können. Dazu zählen z.B. Brillen, Armbanduhren, Haarspangen, Gürtel, Knöpfe oder Piercings.

Da auch manche Kosmetikprodukte über metallische Bestandteile verfügen, sollten Patienten grundsätzlich auf Make-Up während des Untersuchungszeitraumes verzichten.

Ablauf einer MRT im Abdomen

Abhängig von dem zu untersuchenden Organ oder Abschnitt des Abdomens dauert eine MRT zwischen 20 und 60 Minuten. Gegebenenfalls wird vor der MRT ein Kontrastmittel intravenös verabreicht, um Gewebe noch besser voneinander abgrenzen zu können.

Während der MRT des Abdomens liegen Patienten rücklinks auf einer Liege, die in eine große Röhre hereingefahren wird. Der Kopf befindet sich hierbei größtenteils außerhalb der Röhre. Patienten sollten möglichst ruhig liegen, um die Bildaufnahme nicht zu stören.

Bei einer MRT des Abdomens ist es zusätzlich erforderlich, zwischendrin den Atem kurz anzuhalten. Hierzu erhalten Betroffene von Zeit zu Zeit sogenannte Atemkommandos.

Die an- und abschaltenden Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Menschen als unangenehm empfinden. Um diesem Gefühl entgegenzuwirken, kann das medizinische Personal Ohrstöpsel zur Verfügung stellen oder sogar Musik über den MR-Tomographen abspielen.

Sollte es Patienten während der Untersuchung nicht gut gehen, kann mithilfe der Notfallklingel und der Gegensprechanlage Kontakt zum medizinischen Personal aufgenommen werden. Dieses überwacht den Patienten während der gesamten Untersuchung.

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