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Thoraxschmerz

Lebensbedrohlich oder harmlos? Schmerzen in der Brust sind nicht selten und können von Zeit zu Zeit mal auftreten. Hierbei besteht kein Grund zur Sorge – oder etwa doch? Wir zeigen Ihnen, wie vielseitig die sogenannten Thoraxschmerzen sind, welche Ursachen es gibt und wann Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten.

So fühlen sich Thoraxschmerzen an

Grundsätzlich versteht die Medizin unter dem Begriff Thoraxschmerzen Beschwerden im Bereich der Brust, die sehr unterschiedlich ausfallen können. Der Grund: Thoraxschmerzen sind nicht alle gleich, sondern hängen stets mit bestimmten Ursachen bzw. Krankheitsbildern im Zusammenhang.

So zählen beispielsweise dumpfe Schmerzen, als auch allgemeine Engegefühle in der Brust zu den Thoraxschmerzen – obwohl sich Symptome und möglicherweise auch die Erkrankung nicht gleichen.

Die häufigsten Symptome sind u.a.:

  • Atemnot
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Herzrasen
  • Sodbrennen
  • Angstzustände
  • Schwitzen

Darum entstehen Thoraxschmerzen

Thoraxschmerzen können unterschiedliche Ursachen habe. Hierbei sei Vorsicht geboten: Einige Erkrankungen sind vollkommen harmlos – andere hingegen gelten als lebensbedrohlich!

Die BIG FIVE der bedrohlichsten Ursachen von Thoraxschmerzen sind:

  • Herzinfarkt
  • Lungenarterienembolie (Verschluss der Blutgefäße in der Lunge)
  • Akutes Aortensyndrom (Erkrankung der Aorta z.B. Risse in der Hauptschlagader)
  • Spannungspneumothorax (Luft zwischen Lunge und Brustwand)
  • Boerhaave-Syndrom (Riss in der Speiseröhre)

Sollte eines oder mehrere dieser Symptome auftreten besteht dringender Handlungsbedarf. Betroffene sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Diese Ursachen sind ebenfalls typisch für Thoraxschmerzen:

  • Angina Pectoris (Brustenge durch Sauerstoffmangel im Herzen)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Refluxkrankheit (zurückfließender Magensaft)
  • Bauchspeicheldrüsen- oder Magenschleimhautentzündungen
  • Gallenkoliken
  • Lungen- oder Brustfellentzündungen
  • Prellungen oder Frakturen
  • Metastasen an der Brustwand oder am Rippenfell
  • Nervenschmerzen
  • Psychosomatische Erkrankungen wie z.B. Angststörungen oder Depressionen

So wird die Diagnose gestellt

Um die Ursache der Thoraxschmerzen festzustellen, erfolgt zunächst eine ausführliche Anamnese. Hierbei wird von dem behandelnden Arzt erfragt, wo die Schmerzen auftreten, wie die Schmerzen sich anfühlen und wie lange der Patient schon unter den Schmerzen leidet. Zusätzlich wird geklärt, ob die Schmerzen ständig vorhanden sind oder ob sie wiederkehrend sind – oder gar nur bei bestimmten Tätigkeiten auftreten.

In Folge der Anamnese wird der Blutdruck gemessen, das Herz und die Lunge abgehört sowie eine Blutprobe analysiert.

Je nach Ursachenverdacht der Schmerzen werden weitere Untersuchungen verordnet, wie z.B. ein EKG, Ultraschall des Herzens oder ein Herzkatheter. Wenn die Ursache noch trotz der Maßnahmen unklar scheint, können bildgebende Verfahren des Thorax, u.a. Röntgen, CT und MRT, die Erschließung des Schmerzursache vereinfachen.

 

Röntgenstrahlen

Grundsätzlich bestehen Röntgenstrahlen aus elektromagnetischen Wellen. Jedoch sind die Röntgenstrahlen wesentlich energiereicher als andere Strahlungsarten und können den Körper durchdringen bzw. „durchleuchten“. Hierbei wird die Strahlendosis an die Beschaffenheit der Organe angepasst. Das Ergebnis: Die Organe werden in unterschiedlichen Helligkeitsstufen sichtbar.

 

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie gehört zu den sogenannten Schnittbildverfahren. Hierbei werden Schicht für Schicht zweidimensionale Bilder von Organen und Geweben erzeugt. Die unterschiedliche Dichte der Gewebe wird in verschiedenen Graustufen dargestellt. Im Computer werden diese Einzelbilder dann zu einer dreidimensionalen Abbildung zusammengefügt, wodurch ein räumlicher Eindruck der Organe möglich wird.

Daher sind räumliche Veränderungen von Organen auf dem CT-Bild besser zu erkennen als auf einem Röntgenbild.

Diese Thoraxerkrankungen können Röntgen und CT feststellen

Mit Hilfe von Röntgen und CT können die Organe der Patienten nicht-invasiv untersucht werden. Dabei können Ärzte die folgenden Erkrankungen feststellen, die zu Thoraxschmerzen führen können:

  • Tumore
  • Lungenembolien
  • Entzündlicher Lungenerkrankungen
  • Pneumothorax
  • Lungenfibrose
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