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Schulterschmerzen

Wenn die Massage nichts mehr bringt: Weltweit leiden viele Menschen an starken Schulterschmerzen – ohne die Auslöser zu kennen. Wer sich regelmäßig wie Atlas fühlt, der das Gewicht der Welt auf seinen Schultern trägt, sollte sich unbedingt ärztliche Hilfe suchen. Doch was für Arten von Schulterschmerzen gibt es? Welche Ursachen lösen die Beschwerden aus? Und wie werden diese Behandelt? Wir verraten es Ihnen!

Diese Beschwerden sollten Sie kennen

Betroffene mit Schulterschmerzen klagen meist über die eingeschränkte Beweglichkeit des Schultergelenks und einem starken Schmerzempfinden bei bestimmten Bewegungen. Dabei müssen die Schulterschmerzen nicht immer in der Schulter selbst beginnen. Oft können die schulternahen Bänder, Sehnen oder Muskeln die Schmerzen auslösen.

In manchen Fällen strahlen die Beschwerden sogar aus dem Nacken oder der Hand in die Schulter hinein.

Schulterschmerz ist nicht gleich Schulterschmerz

Spezialisten unterscheiden zwischen akuten und chronischen Schulterschmerzen.

Akute Schulterschmerzen treten plötzlich auf, insbesondere in Folge von Stürzen.

Zu dieser Gruppe gehören weiterhin:

  • Zerrungen
  • Prellungen
  • Überdehnungen
  • Dislokationen

Chronische Schulterschmerzen treten allmählich auf und ziehen sich meist über Monate, ohne dass den Betroffenen ein schmerzverursachendes Ereignis bekannt ist.

Diese Ursachen liegen Schulterschmerzen zu Grunde

Schulterschmerzen können vielfältige Ursachen haben: Bei vielen Patienten sorgte eine schlechte Haltung und vermehrte Arbeit im Sitzen für das Auftreten der Beschwerden. Aber auch Überbelastungen, Gelenkverschleiß oder Traumata können Schulterschmerzen verursachen.

Desweiteren können Krankheiten wie Stoffwechselprobleme, Entzündungen, Tumore, Knochenerkrankungen, Schwäche von Sehnen und Gleitgewebe und Veränderungen in Knochen, Geweben und Knorpeln die Schmerzen hervorrufen.

Im Folgenden werden zwei der häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen genauer erklärt: Das Schulterimpingementsyndrom und die Schleimbeutelentzündung.

Schulterimpingementsyndrom

Beim Schulterimpingement-Syndrom, auch Schulterenge oder Engpasssyndrom genannt, verspüren Betroffene Schmerzen in der Schulter beim seitlichen Heben ihres Armes. Diese Schmerzen werden durch die zu enge Nähe des Oberarmkopfes zum Schultergelenk verursacht. Dadurch werden Muskeln, Sehnen und der Schleimbeutel gegen den Knochensporn des Schulterdaches gedrückt.

Die Folge: Reizungen, Entzündungen und Schmerzen in der Schulter der Patienten.

Sie wollen mehr zum Thema Impingement-Syndrom erfahren? Lesen Sie hier weiter!

Schleimbeutelentzündung

Die Schleimbeutel sorgen in der Schulter für die freie Beweglichkeit der Muskeln und Sehnen. Reizung, ungewohnte Belastung oder Druck können jedoch zu schmerzhaften Entzündungen der Schleimbeutel führen, was sich bei dem Patienten in der Form von stechenden Schmerzen und Versteifung des Schultergelenks bemerkbar macht.

So werden Schulterschmerzen diagnostiziert

Um die Ursache für Schmerzen in der Schulter festzustellen, erfragt der behandelnde Arzt zuerst, wann die Schmerzen auftreten und wie sie sich anfühlen. Hierbei gilt: Je genauer die Beschreibung der Empfindung, desto leichter fällt die Diagnose. Zusätzlich fragt der Arzt nach möglichen Auslösern, beispielsweise ob es einen Unfall gab oder ob die Schmerzen bei einer Überbelastung bei einer neuen Sportart entstanden sein können.

Nach dieser Anamnese folgt eine körperliche Untersuchung, in der der Arzt den Arm in verschiedene Positionen hebt und den Ellbogen dreht.

Anschließend wird die Schulter noch abgetastet, um den Ursprung des Schmerzes noch genauer einzugrenzen.

Zusätzlich zu diesen Methoden können noch bildgebende Verfahren angewendet werden, wie ein Ultraschall oder ein Röntgen. Mit Hilfe dieser Bildgebungen können z.B. feine Risse oder Kalkablagerungen in der Schulter festgestellt werden.

Auf diese Art werden Schulterschmerzen therapiert

Für die erfolgreiche Behandlung von Schmerzen in der Schulter ist es notwendig, die Ursache der Schmerzen zu kennen, da akute und chronische Schmerzen unterschiedliche Behandlungen erfordern.

Bei akuten Schmerzen können die Schonung und Kühlung der Schulter sowie Schmerzmittel helfen.

Bei chronischen Schmerzen werden oft Entzündungshemmer oder Physiotherapie verschrieben. Hier ist es besonders wichtig, die eigentliche Ursache der Schmerzen zu kennen. Kommen die Schmerzen beispielsweise durch eine Stoffwechselerkrankung oder durch eine Fehlhaltung am Arbeitsplatz, sollte die Therapie sich auf diese Probleme konzentrieren. Im Falle eines Schulter Impingement-Syndroms kann eine Dekompression der Schulter, also eine Druckentlastung, die Beschwerden lindern.

Die Faustregel: Je früher Schmerzen in der Schulter behandelt werden, desto besser sind die Erfolgschancen für die Therapie. Wenn Schmerzen sich chronisch über einen längeren Zeitraum verfestigt haben, ist es schwieriger, ihnen entgegenzuwirken.

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