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Diabetes und Herz

Diabetes, auch bekannt als „Zuckerkrankheit“, kann in verschiedenen Formen auftreten, die alle etwas gemeinsam haben: Sie können die Herzgesundheit beeinträchtigen. Wie genau Diabetes das Herz-Kreislauf-System belasten und wie koronaren Herzerkrankungen vorgebeugt werden kann, erfahren Sie hier.

Was ist Typ-1-Diabetes

Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine Störung des menschlichen Stoffwechsels, die zur Überzuckerung im Körper führt – mit weitreichenden Folgen für die Blutgefäße.

Der Grund: Das lebensnotwendige Stoffwechselhormon Insulin, das den Zucker-, Eiweiß-und Fettstoffwechsel steuert, wird nicht richtig aus der Bauchspeicheldrüse freigesetzt – wodurch der Blutzuckerspiegel nicht ausreichend reguliert wird und dadurch stark ansteigen kann.

Beim Typ-1-Diabetes liegt eine Autoimmunerkrankung vor, die dazu führt, dass die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse vom eigenen Immunsystem zerstört werden. Dadurch ist der Körper nicht in der Lage, Insulin zu produzieren, sodass Betroffene das Stoffwechselhormon ein Leben lang spritzen müssen. Wann die Erkrankung auftritt, ist unterschiedlich: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können erstmalig an Typ-1-Diabetes erkranken und insgesamt sind ca. 0,3 bis 0,4 % der Bevölkerung betroffen.

Um im späteren Alter das Risiko einer Herzinsuffizienz zu vermeiden, sollte also frühzeitig auf die Herzgesundheit geachtet werden.

Was ist Typ-2-Diabetes

Das gilt auch für Typ-2-Diabetes, der zwar einem anderen Krankheitsmechanismus zugrunde liegt, aber dennoch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Beim Typ-2-Diabetes liegt eine Insulinresistenz vor, die dazu führt, dass die Wirkung des Insulins in den Körperzellen herabgesetzt ist. Dazu kommt ein Insulinmangel im Körper, der im Endeffekt ähnliche Auswirkungen hat, wie Typ-1-Diabetes.

Der Zuckerstoffwechsel ist beeinträchtigt, sodass es zur Überzuckerung und letztendlich zur Schädigung der Blutgefäße kommen kann. Warum? Hohe Blutzuckerwerte fördern Entzündungsreaktionen und beschleunigen Gefäßverkalkungen sowie Schädigungen an den Gefäßwänden (Arteriosklerose). Dadurch verschlechtert sich die Pumpleistung des Herzens, was letztendlich zur Herzinsuffizienz führen kann.

Menschen mit Typ-2-Diabetes sind außerdem besonders häufig von erhöhtem Blutdruck betroffen, was wiederum Schäden am Herzen und den Schlagadern verstärkt. So kann es zu Herzversagen, Herzinfarkt, Schlaganfällen und koronaren Herzerkrankungen kommen.

Weitere Risikofaktoren für die Herzgesundheit

90 % der Diabetes-Patienten leiden an Typ-2-Diabetes, also einer Insulinresistenz gepaart mit einem Insulinmangel.¹ Die Erkrankung kann in unterschiedlichen Abstufungen und Graden auftreten und kommt selten allein.

Häufig ist Typ-2-Diabetes mit weiteren Problemen des metabolischen Syndroms verknüpft – zum Beispiel mit Bluthochdruck und vor allem Fettleibigkeit (Adipositas). Rund 80 % aller Typ-2-Diabetiker sind krankhaft übergewichtig, was zusammen mit dem Bluthochdruck das Risiko für koronare Herzerkrankungen erhöht.¹

Um ihre Herzgesundheit zu erhalten, sollten Betroffene deshalb genau an diesen Risikofaktoren arbeiten.

Wichtige Veränderungen für ein gesundes Herz

Die gute Nachricht: Adipositas und Bluthochdruck sind in vielen Fällen behandelbar.

Die schlechte Nachricht: Eigeninitiative ist gefragt.

Eine Voraussetzung, um bei Diabetes den Blutdruck erfolgreich und langfristig zu senken, ist ein gut eingestellter Blutzucker. Dabei bedarf es regelmäßiger Kontrollen und Selbstdisziplin. Letztere ist vor allem bei Adipositas gefragt, wenn es darum geht, die Ernährung umzustellen, um das Körpergewicht zu reduzieren.

Ein gesundes Maß an Sport kann ebenfalls die Gewichtabnahme unterstützen und sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Patienten mit Typ-1-und Typ-2-Diabetes sollten in jedem Fall das Rauchen aufgeben, um die Herzkranzgefäße und Lungen nicht weiter zu belasten.

Alles in einem können Menschen mit Diabetes und metabolischem Syndrom ihr Risiko für Herzerkrankungen mit einem gesunden Lebensstil und regelmäßigen ärztlichen Kontrollen gut in den Griff bekommen.

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