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Finger- und Handschmerzen

Jeder weiß: unsere Hände sind wahre Multifunktions-Werkzeuge. Ob greifen, halten, drehen – unserer Motorik sind beinahe keine Grenzen gesetzt. Für den Großteil der Menschen ist die volle Funktionsfähigkeit der Hände zur Bestreitung des Alltages unerlässlich, ganz gleich ob in der Werkstatt oder im Büro. Doch was ist zu tun, wenn die Hände oder Finger schmerzen? Welche Ursachen könnten dahinterstehen? Und wie bekommt man die Beschwerden in den Griff? Wir geben Ihnen das richtige Wissen an die Hand!

Mögliche Ursachen für Finger- und Handschmerzen

Grundsätzlich können Fingerschmerzen zahlreiche Auslöser zu Grunde liegen – manche harmlos, manche stark behandlungsbedürftig. Zu den häufigsten Gründen zählen u.a.:

  • Dauerhaftes Tippen auf einer Tastatur
  • Arthrose
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Rheuma, Arthritis, Gicht
  • Sehnenscheidenentzündungen

Doch Vorsicht: Fingerschmerzen können auch unmittelbar mit lokalen Verletzungen in anderen Extremitäten zusammenhängen. So können bei einer Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk die schmerzhaften Beschwerden grundsätzlich bis in die Finger ausstrahlen. In unserem Artikel zu Fingerschmerzen finden Sie alle Details.

Bildgebende Verfahren bei Finger- und Handschmerzen

Unterschiedlicher Verdacht, unterschiedliche Methode: Je nachdem welche Ursache für das Auftreten der Beschwerden vermutet wird, werden spezielle Untersuchungen veranlasst. Typische Methoden um die Ursache von Schmerzen in den Händen und Fingern festzustellen, sind die sogenannten bildgebende Verfahren wie das Röntgen, die CT oder die MRT.

Röntgen

Zu den bekanntesten bildgebenden Verfahren zählt das Röntgen, bei welchem der Körper buchstäblich durchleuchtet wird. Die verwendeten Röntgenstrahlen durchdringen den Körper und die Gewebe. Dabei lassen manche Organe und Gewebe die Strahlen besser hindurch, während andere die Strahlen aufhalten und so eine Art Schatten auf das Röntgenbild werfen.

Mit diesem Verfahren sind knöcherne Strukturen gut erkennbar. Aus diesem Grund gilt das Röntgen als Basis der radiologischen Diagnostik von knöchernen Erkrankungen der Extremitäten. Für die Diagnose bei Hand- und Fingerschmerzen sowie bei Verdacht auf Frakturen, Knochen- oder Knorpelveränderungen und Tumoren in den Knochen ist ein Röntgenbild somit das bildgebende Verfahren der Wahl.

Auch die Weite des Gelenkspaltes zur Beurteilung von Knorpelabbau kann auf einer Grundlage einer Röntgenaufnahme analysiert werden.

Computertomographie (CT)

Eine Computertomographie (CT) ist ein spezielles Röntgenverfahren, bei dem mehrere Bilder von einem Organ oder einer Körperregion aus verschiedenen Richtungen aufgenommen werden. Diese Bilder werden anschließend zusammengesetzt, weshalb eine CT auch Schichtröntgen genannt wird.

Auf einem CT-Bild sind knöcherne Feinstrukturen besonders gut sichtbar. Aus diesem Grund eignet sich eine CT der Hand besonders gut für die Diagnose von Frakturen und Fehlstellungen. Aber auch Skelett- und Weichteilverkalkungen und die Gelenkverhältnisse können beurteilt werden.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann das Innenleben des Körpers ohne den Gebrauch von Röntgenstrahlen abbilden, sondern mithilfe eines starken Magnetfeldes und Radiowellen. Doch keine Sorge: diese sind für die Patienten nicht gesundheitsgefährdend.

Während einer MRT-Aufnahme wird das Körperinnere Schicht für Schicht abgebildet und im Anschluss werden diese Einzelaufnahmen zu einer 3-dimensionalen Abbildung zusammengesetzt. Das ermöglicht die detailreiche Analyse des Gewebes.

Das Besondere bei der MRT: auch weiche Gewebe des Körpers, wie beispielsweise die Muskeln oder das Bindegewebe, können ausgezeichnet abgebildet werden. Jedoch können auch härtere Strukturen, wie z.B. die Handknochen auf dem MRT-Bild erkannt werden.

Aus diesem Grund wird eine MRT hauptsächlich eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung der Weichteile im Arm besteht, z.B. der Muskeln oder der Sehnen, da diese mit anderen bildgebenden Verfahren nur eingeschränkt betrachtet werden können.

Mehr spezifisch können MRTs für die Diagnose der folgenden Erkrankungen der Hände und Finger verwendet werden:

  • Entzündungen der Bänder und Sehnen
  • Entzündungen der Gelenke
  • Bandschäden
  • Knorpelschäden
  • Verletzungen der Bänder
  • Knochenbrüche
  • Knochen- und Weichteiltumore.

Behandlung von Finger- und Handschmerzen

Die Behandlung von Schmerzen in den Fingern und Händen ist abhängig von der Schmerzursache. Deshalb gilt: Die korrekte Diagnose von Hand- und Fingerschmerzen ist essentiell für eine erfolgreiche Behandlung der Beschwerden.

So wird bei Arthrose zu Ergo- und Physiotherapie, ggf. einer Schiene für das Daumensattelgelenk und in besonders schwerwiegenden Fällen zu einer Operation geraten.

Bei einer Sehnenscheidenentzündung muss das Handgelenk jedoch zwingend ruhiggestellt werden und unter Umständen müssen entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden.

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