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MRT Wirbelsäule

Was ist eine MRT Untersuchung der Wirbelsäule? Hinter dieser Methode steht der sogenannte MR-Tomograph – ein riesiger Magnet samt Hochfrequenzsystem, mit welcher ein Bild vom Körperinneren erzeugt werden kann. Grundlage der MRT ist die Ausrichtung der Atomkerne des Körpers in einem starken Magnetfeld, deren Ausrichtung durch ein Hochfrequenzsystem geändert werden kann.

Das messbare Signal, welches bei diesem Vorgang von den Atomkernen ausgesendet wird, kann wiederum in Bilder umgewandelt werden. Um den Körper in 3D darstellen zu können, werden während der Prozedur viele dieser Bilder des Körpers erstellt – sozusagen von Schicht zu Schicht.

Doch keine Sorge: Das Magnetfeld und das Hochfrequenzsystem sind vollkommen ungefährlich und schmerzlos.

Verordnung einer MRT Untersuchung der Wirbelsäule

Auf einer MRT-Aufnahme können sowohl knöcherne Strukturen als auch Weichteile erkannt und folglich untersucht werden. Dadurch eignet sich die MRT besonders gut, um Schmerzen mit unklarer Ursache im Rücken und der Wirbelsäule abzuklären. Denn auf der MRT-Aufnahme können Schäden an der Wirbelsäule, den Bandscheiben und sogar am Rückenmark erfasst werden.

Mögliche Erkrankungen an diesen Strukturen sind mit der nicht-invasiven bildgebenden Methode bereits in frühen Stadien erkennbar, was in vielen Fällen die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie erhöht bzw. die Prognose verbessert.

Auch komplexe Krankheiten wie Multiple Sklerose können mit Hilfe einer MRT zuverlässig diagnostiziert werden.

Ablauf einer MRT Untersuchung der Wirbelsäule

Vor der MRT

Wer unter einer bekannten Einschränkung der Nierenfunktion leidet, sollte sich frühestens eine Woche vor dem MRT-Termin den sogenannten Kreatinin-Wert bestimmen lassen. Dieser Wert kann z.B. vom Hausarzt bestimmt und bezüglich der Nierenfunktion interpretiert werden. Der Nierenwert ist für eine MRT von immenser Bedeutung, da das genutzte Kontrastmittel hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird.

Bevor die MRT beginnt, muss das medizinische Personal über mögliche metallenthaltende Komponenten im Körper aufgeklärt werden.

Dazu gehören u.a.:

  • Herzschrittmacher
  • Insulinpumpen
  • Zahnimplantate
  • Prothesen
  • Kupferne Verhütungsspiralen
  • Permanentes Make-Up

Auch eine Schwangerschaft sollte erwähnt werden. Wer an Platzangst leidet, sollte das medizinische Personal vorab informieren: Hier besteht die Möglichkeit, eines Beruhigungsmittels, das die Untersuchung angenehmer machen kann.

Unmittelbar bevor der Untersuchungsraum betreten wird, müssen alle metallischen oder magnetischen Gegenstände abgelegt werden. Der Grund: Metalle und Magneten können im Magnetfeld zu Verletzungen führen oder Störungen im Bild hervorrufen. Dazu zählen insbesondere:

  • Brillen
  • Armbanduhren
  • Haarspangen
  • Gürtel
  • Knöpfe
  • Piercings

Schon gewusst? Einige Kosmetikprodukte enthalten metallische Partikel. Wer sich einer MRT unterzieht, sollte deshalb ungeschminkt zum Termin erscheinen.

Während der MRT

Eine MRT der Wirbel dauert ca. 15 Minuten. Während dieser Zeit gilt: möglichst ruhig liegen, um die Bildaufnahme nicht zu stören! Die Position des zu Untersuchenden im MR-Tomographen ist stets von dem Ziel der MRT-Aufnahme abhängig. Je nach Fragestellung können abschnittweise Aufnahmen von der Halswirbelsäule, der Brustwirbelsäule oder der Lendenwirbelsäule gemacht werden.

Die an- und abschaltenden Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Menschen als unangenehm empfinden können. Doch auch hier hat das medizinische Personal ein Ass im Ärmel: Spezielle Ohrstöpsel können die lärmenden Geräusche abschwächen. Außerdem können einige MR-Tomographen Musik abspielen, um das Prozedere noch angenehmer zu gestalten.

Sollte sich dennoch ein ungeplanter Zwischenfall ereignen, können Betroffene über eine Notfallklingel bemerkbar machen und über die Gegensprechanlage Kontakt zum medizinischen Personal aufnehmen. Dieses überwacht die gesamte Untersuchung von Anfang bis Ende.

 

 

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