In den letzten zwei Jahrzehnten hat Nigeria – das mit rund 150 Millionen Einwohnern mit Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas - erhebliche wirtschaftliche Fortschritte gemacht. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung und den damit verbundenen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts hat sich eine Mittelschicht entwickelt, die zunehmend moderne und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung – sowohl im Bereich der Therapie als auch in der Diagnostik – nachfragt. Den Regierungen dieser Länder ist es häufig nicht  möglich, die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen diagnostischen und therapeutischen Gesundheitsdienstleistungen aus eigener Kraft zu befriedigen. Dies liegt zum einen an der noch unterentwickelten Infrastruktur (u.a. Energieversorgung, bauliche Infrastruktur, Verkehrswege) und zum anderen auch an einem Mangel an technischen, sowie medizinischen Fachkräften (v.a. Ingenieure, medizinisch-technisches Personal und hochspezialisierte Fachärzte). Die Regierungen stehen unter Druck, neue Versorgungsmodelle zu entwickeln, die Qualität zu verbessern und die Kosten zu senken. Hierbei unterstützt medneo mit seinen Produkten und Dienstleistungen. Mit dem Aufbau einer Teleradiologieinfrastruktur in einem Krankenhaus in Yola (Adamawa German Medical Center - AGMC) werden Bilddaten und Patienteninformationen der radiologischen Abteilung (MRT, CT, Mammographie und Röntgen) verschlüsselt nach Deutschland übertragen und im Anschluss innerhalb des medneo Teleradiologienetzwerks befundet. Eigene IT-Entwicklungen ermöglichen, dass diese Dienstleistung trotz sehr geringer Übertragungskapazitäten mit hohen Latenzen angeboten werden kann. Die technische Realisierung wurde im August durch medneo umgesetzt und erste Fälle bereits von kooperierenden Radiologen aus dem medneo Teleradiologienetzwerk befundet. Ergänzt wird das Projekt mit Schulungsdienstleistungen für Radiologen und medizintechnischem Personal – sowohl vor Ort als auch in Deutschland.