Gemeinsam mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin, der AOK Nordost, dem Marienkrankenhaus Hamburg (Abteilung für Kardiovaskuläre MRT) und dem Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen hat medneo einen Innovationsfondsantrag unter dem Titel „Erkennung einer frühen Herzinsuffizienz mittels telemedizinischer Verfahren in strukturschwachen Regionen“ eingereicht.

Die neue Versorgungsform – im ersten Schritt vorgesehen für die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – basiert auf einer wohnortnahen ambulanten diagnostischen Früherkennungsuntersuchung der Bevölkerungsgruppe mit erhöhten Risikofaktoren für Herzinsuffizienz mittels telemedizinisch gestützter, qualitätsgesicherter Verfahren (verkürztes Herz-MRT zur quantitativen und automatisierten Analyse der Herzfunktion [longitudinaler Strain] und Laborparameter) in mobilen Diagnostikeinheiten. Für die Einleitung leitliniengerechter und effizienter Versorgungsabläufe bei Patienten mit erkannter asymptomatischer Herzinsuffizienz, wird eine Vernetzung zwischen telemedizinischen Expertenzentren, niedergelassenen Hausärzten/Fachärzten sowie bestehenden spezialisierten Einrichtungen für die ambulante und stationäre Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten aufgebaut.

Das Versorgungsziel dieses Projektes ist die Früherkennung einer asymptomatischen Herzinsuffizienz mit einem qualitätsgesicherten Untersuchungsablauf in der Bevölkerung zur frühzeitigen Minimierung von Risikofaktoren und zur frühzeitigen Einleitung von geeigneten Therapiemaßnahmen, um eine verbesserte Prognose für die betroffenen Patienten zu erzielen, für die Patienten Lebensjahre zu gewinnen, Hospitalisierungen zu vermeiden und Therapiekosten einzusparen.

Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten und kostenintensivsten chronischen Erkrankungen und stellt mit häufig wiederkehrenden Krankenhausaufenthalten eine hohe medizinische und ökonomische Belastung für die Gesellschaft dar. Die gesamten Gesundheitsausgaben für Herzinsuffizienz betragen in Deutschland jährlich € 5,2 Mrd. und sind damit für 1,6 % der gesamten Gesundheitsausgaben verantwortlich.

Die Entscheidung über den Antrag wird im Spätherbst 2019 erwartet.